Maschinenbau in Hessen: Weitere Zuwächse beim Auftragseingang bringen positive Aussichten für das 2. Quartal 2021

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Den vierten Monat in Folge sind der Inlandsauftragseingang und den dritten Monat in Folge der Auslandsauftragseingang gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat gestiegen.

Damit enden das vierte Quartal und das Jahr 2020 versöhnlich. Das Jahresergebnis der Auftragseingänge der hessischen Maschinenbauer ist damit auch deutlich besser als im Durchschnitt des deutschen Maschinebaus insgesamt, bei dem die Rückgänge zweistellig sind. 

Das lässt die Umsatzerwartungen für das 2. Quartal 2021 deutlich steigen.

Trostpflaster beim Inlands- und Eurozonenumsatz im Dezember, Umsatzrückgang um 10 Prozent im Jahr 2020

Zum Jahresabschluss im Dezember 2020 ist der Auslandsumsatz mit der Eurozone nochmals um 18,2 Prozent gestiegen, nachdem es im September einen ersten leichten Lichtblick (+5,3 %) gab, dem dann jedoch wieder zwei Negativmonate folgten.

Das wird sogar noch durch den um 33,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat gestiegenen Inlandsumsatz getoppt. Die Inlandsumsätze hatten zum letzten Mal im Oktober 2019 um 2,1 Prozent zugenommen.

Die Gesamtbilanz des Jahres 2020 ist mit Umsatzrückgang von 10 Prozent einen Prozentpunkt besser als im Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus. Dabei sind die Umsätze mit der Eurozone mit –6,8 Prozent am geringsten gesunken, gefolgt von den Inlandsumsätzen mit –7,5 Prozent. Diese beiden Indikatoren haben sich damit in Hessen deutlich besser entwickelt als im Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus insgesamt, wo die Rückgänge jeweils nahe 11 Prozent liegen.

Die starken Rückränge um 14,3 Prozent bei den Auslandsumsätzen mit dem sonstigen Ausland drücken die Gesamtumsatzbilanz, denn diese Umsatzkategorie hat mit einem Anteil von 39,4 Prozent am Gesamtumsatz im hessischen Maschinenbau noch ein geringfügig höheres Gewicht als die Inlandsumsätze.

Die Anzahl der Beschäftigten sinkt im hessischen Maschinenbau 2020 mit –1,0 % weiterhin erstaunlich moderat. Eine Begründung dafür kann sein, dass in Hessen die durchschnittliche Betriebsgröße mit 174 Beschäftigten deutlich geringer als im Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus mit 224 ist. Man versucht, seine Fachkräfte in Krisenzeiten unbedingt zu halten, weil am Arbeitsmarkt auch nach der Krise keine zu bekommen sind.

In Rheinland-Pfalz (–8,1 %) und vor allem im Saarland (–15,4 %) ist die durchschnittliche Betriebsgröße mit 224 bzw. 376 Beschäftigten deutlich höher und die Beschäftigtenzahlen sinken in der Krise deutlich stärker.

 

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