Umsatzrückgänge im Maschinenbau in Rheinland-Pfalz, aber die Beschäftigung steigt weiter

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Die Maschinenbaubetriebe in Rheinland-Pfalz hatten sechs Jahre lang Umsatzzuwächse zu verzeichnen, in den ersten 5 Monaten des Jahres 2019 jedoch sanken die Umsätze um 5,5 Prozent. Lediglich der Inlandsumsatz stieg im Mai 2019 wieder um 7,7 Prozent, in den Monaten zuvor wurden hier ebenfalls Minusraten verbucht.

Besonders stark sind in den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 die Umsätze mit dem sonstigen Ausland um 9,8 Prozent gesunken. Mit einem Anteil von 42,8 Prozent ist dieser Markt für den rheinland-pfälzischen Maschinenbau bedeutsamer als der Inlandsmarkt mit nur 33,5 Prozent Umsatzanteil. Trotz der unerfreulichen Umsatzentwicklung stieg die Beschäftigung bis Mai 2019 in den Betrieben moderat um 0,8 Prozent weiter an (siehe Tabelle 1).

Nach den Anfang Juli 2019 veröffentlichten Ergebnissen zur Beschäftigten- und Betriebsstruktur der Bundesagentur für Arbeit konnten die Maschinenbaubetriebe in Rheinland-Pfalz ihre Beschäftigung zum Stichtag 31.12.2018 sogar um 3,6 Prozent ausbauen (siehe 2. Tabelle). Im gesamten deutschen Maschinenbau gelang das nur um 3,1 Prozent.

Kumuliert haben in Rheinland-Pfalz 75,9 Prozent aller Maschinenbaubetriebe weniger als 50 Beschäftigte, im deutschen Maschinenbau insgesamt ist das mit 75,4 Prozent ähnlich. Diese Betriebe haben allerdings nur einen Beschäftigtenanteil von 14,1 Prozent an der Gesamtbeschäftigung im rheinland-pfälzischen Maschinenbau (13,7 Prozent beim deutschen Maschinenbau insgesamt).

Besonders hervorzuheben ist, dass 95,1 Prozent aller rheinland-pfälzischen Maschinenbaubetriebe weniger als 250 Beschäftigte haben, ihr Beschäftigtenanteil an der Gesamtbeschäftigung beträgt 48,7 Prozent. Im deutschen Maschinenbau insgesamt sind das 94,1 Prozent mit einem Beschäftigtenanteil von nur 43,6 Prozent. Das unterstreicht aber deutlich die mittelständische Maschinenbaustruktur.

Den höchsten Beschäftigtenanteil hat allerdings im rheinland-pfälzischen Maschinenbau mit 36,7 Prozent die größte Betriebsgrößenklasse mit 500 und mehr Beschäftigten. Auch das ist im gesamten deutschen Maschinenbau mit 38,3 Prozent ähnlich.

Der Beschäftigtenanteil des rheinland-pfälzischen Maschinenbaus am gesamten deutschen Maschinenbau beträgt 4,1 Prozent, der Anteil bei den Betrieben beträgt
4,6 Prozent.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Nora Lauterbach, Konjunkturexpertin im VDMA, Landesverband Mitte, Telefon +49 69 6603 1267, Nora.Lauterbach@vdma.org beantwortet sie gern.

Hintergrund: Die Bundesagentur für Arbeit erfasst laufend die Pflichtmeldungen der Betriebe zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (Vollerhebungen) und veröffentlicht vierteljährlich mit einem knappen halben Jahr Zeitverzögerung diese Ergebnisse, weil die Pflichtmeldungen erst vollständig erfasst und ausgewertet werden müssen. Diese Daten sind besonders wertvoll, weil aus ihnen die Betriebsstruktur, d.h. die Beschäftigten- und Größenklassenaufteilung der Maschinenbaubetriebe analysiert werden kann.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen– und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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